Entstehung der Patina
Patina - der Begriff kommt aus dem
Italienischen und bedeutet soviel wie "Edelrost"
Vor allem in der Metallbranche fand und findet er Anwendung und
gilt für die Belagsschichten bei Kupfer und Bronze, die nach
längerer Einwirkungszeit der Atmosphäre entstehen.
Die Entstehung dieser "Patina" bei Natursteinen ist grundsätzlich von der bei Metallen verschieden. Die Wirkung ist jedoch die Gleiche: Es wird jeweils die darunterliegende gesunde, intackte Materialsubstanz vor Einflüssen der Umwelt geschützt.
Patina ist als Fachbegriff für die dunkle bis schwarze Schutzschicht - hauptsächlich bei Sandsteinen - in die Fachliteratur der Natursteinbranche eingeführt.
Schwarze Schichten entstehen auf drei verschiedene Art und Weisen:
Dünne, dunkle Verwitterungsschichten, die fest mit den Gesteinskörnern und Porenräumen verbunden sind. Im Englischen auch unter der Bezeichnung "thin black layer" bekannt.
Aufwachsende, dunkle Schichten aus Umweltverunreinigungen und biologischem Abfall; relativ locker auf der Steinoberfläche "klebend". Im Englischen auch unter der Bezeichnung "weathering crust" bekannt.
Verwitterungsschichten in Zonen mit starkem Wetter- und Wasseranfall bilden im Material aus latenten Calcium mit Wasser und Schwefelsäure Gips. Dies sind die Vorläufer für weitere Zerstörungen.
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Die unter Gesteinsfachleuten mit dem Begriff "Patina" bezeichnete Schicht ist die unter Punkt 1 ausgewiesene.
Ihr Mechanismus bruht auf Diffussionsvorgängen, die im Steininneren stattfinden und vornehmlich latente mineralische Stoffe, zum größten Teil Eisen-IIIan die Oberfläche gelangen. Dort erfolgen Umwandlung in Eisen-II, welches beständige Verbindungen mit anderen Stoffen und Sauerstoff eingeht, somit mineralähnliche Substanzen bildet, die relativ dauerhaft die vorhandenen Porenradien verringern bzw schließen und so den Flüssigkeitsstrom und damit Transportprozesse im Stein erheblich reduzieren bzw partiell abreißen lassen.
Weitere Themen in loser Folge werden sein:
2. Das "Schüsseln"
3. Das "Vergießen" von Naturstein am Bau
4. Toleranzen